Bezahlbares Wohnen ist möglich

Veröffentlicht am 23.07.2018 in Gemeinderatsfraktion

Die Tuttlinger SPD-Gruppe: Rosemarie Szymanski, Klaus Cerny, Architekt Martin, Henner Lamm, Dieter Müller, Sabine Stach und Mathias Schwarz vom SPD-Ortsverein, Hellmut Dinkelaker (von links nach rechts)

Günstiges Wohnen für breite Bevölkerungsschichten auf Neubauniveau, das fehlt überall im Land und auch in Tuttlingen. Die florierende Industrie, die Hochschule und die Zuwanderung gerade auch aus europäischen Ländern haben zu einem Mangel an erschwinglichen  Mietwohnungen geführt. Die Stadt peilt eine Einwohnerzahl von 40.000 an, nicht nur, weil mehr Einwohner auch mehr Steuerkraft angesichts der vielen städtischen Aufgaben bedeuten, sondern auch, weil man damit hofft, dass von den etwa 17.000 Einpendlern  täglich einige in der Stadt auch eine Wohnung finden können und damit die Straßen entlasten.

Dass ‚Bezahlbares Wohnen‘ ein dringendes Thema ist, hat die Stadt nun erkannt und will im Herbst ein Programm auflegen, das neue Projekte ermöglicht und befördert. Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess hat in diesen Tagen wort- und faktenreich erklärt, dass Bauen immer teurer wird, z.T. wegen bürokratischer Verordnungen, z.T. weil Handwerker immer höhere Preise verlangen und das Baumaterial teurer wird. Damit hat er eine breite, kontroverse Diskussion hervorgerufen bei Handwerkern, aber auch bei Sozialeinrichtungen, die die Situation von Menschen mit kleinem Geldbeutel täglich erfahren und dringend Wohnungen mit leistbaren Mieten suchen.  Die Tuttlinger SPD-Fraktion im Gemeinderat hat sich dieser Tage auf den Weg gemacht und in der Region ein neu gebautes Wohnprojekt besichtigt, das zeigt, wie kostengünstiges und dabei niveauvolles Bauen funktionieren kann.

In Schwenningen hat die Villingen-Schwenniger Wohnbaugesellschaft wbg auf einem Gelände am Neckar die Wohnanlage NeckarFair gebaut, in der in 47 Wohnungen Mieten zwischen 5.85 und 6.30€/m² gezahlt werden, ein frei finanziertes Projekt, keine sogenannten Sozialwohnungen, und – so erfuhren die Sozialdemokraten – es wird sogar eine Rendite dabei erzielt. Architekt Johannes Martin führte die Gruppe am vergangenen Freitag durch die Anlage und durch zwei Wohnungen, die eine Stiftung für junge ledige Mütter angemietet hat. Große Wohnküche, Bad mit Dusche und WC, Balkon, Wärme- und Schallschutz, Heizung durch Nahwärme aus einer Pellet-Anlage, kleiner Kellerraum für Fahrräder etc., Parkplatz vor dem Haus, gemeinsamer Garten im Innern der Anlage, Kinderspielplatz, alles sehr geschmack- und qualitätvoll, wie die SPD in einem Bericht schreibt. Die günstigen Kosten erklären sich z.T. dadurch, dass der wgb das Gelände schon gehört hat, auf dem gebaut wurde, aber auch durch die ausgetüftelte Leichtbauweise in Stahlbetonskellettbau mit vorgehängter und mit Lärchenholz vertäfelter Fassade, durch vielerlei genau überlegter Einsparmöglichkeiten in der Bauorganisation und Erschließung.

Johannes Martin bekam für seine Architektur beim NeckarFair den Deutschen Bauherrenpreis 2018, womit seine kluge Preiskalkulation, seine ansehnliche Architektur für eine gute Mischung von Mietern und das Einbeziehen von zwei sozialen Projekten honoriert wurde, eben der Teenie-Mütter-WG und einer EG-Etage für gehandicapte Menschen.  Geht doch!, so ist das Fazit der Tuttlinger Sozialdemokraten. Sie wollen diese Erkenntnisse und solche von weiteren Erkundungsfahrten in der Region in die öffentliche Debatte und in den Gemeinderat einbringen. Best practice – Beispiele, an denen man auch in Tuttlingen etwas lernen kann im Interesse der Menschen mit dem schmaleren Geldbeutel, die eine schöne neue Wohnung suchen.

 

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